23
März
2026
Der Winter hatte sich verabschiedet – zumindest oberhalb der Wasseroberfläche. Als sich am Samstagmorgen des 21. März die ersten Autos auf dem Parkplatz am Sorpesee einfanden, lag ein Hauch von Frühlingsfrische in der Luft, die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite, und die Stimmung war von Anfang an ausgezeichnet.
Dass Neptun an diesem Tag gleich zweimal auftauchen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Insgesamt neun Taucherinnen und Taucher hatten sich zum alljährlichen Saisonstart eingefunden – ein Ritual, das man beim DUC nicht missen sollte. Nach der Einteilung durch Thomas K. machten sich kurze Zeit später die ersten auf den Weg ins Wasser. Der Sorpesee hatte reichlich Wasser und empfing seine Gäste mit allem, was man von einem frühen Märztauchgang erwarten kann: 5 Grad Wassertemperatur. Getaucht wurde deshalb überwiegend im Trockentauchanzug. Der See belohnte seine Besucher mit einer Sichtweite von 5 bis 8 Metern und den ersten scheuen Unterwassertieren der Saison. Doch das eigentliche Gesprächsthema wartete in der Tiefe. Auf knapp 32 Metern – dort, wo das Licht schwächer wird und die Fantasie lebhafter – nahm der ein oder andere plötzlich eine Gestalt wahr. Schemenhaft, aber unverkennbar: ein weiser Mann mit Bart. Ob es die beschlagene Maske war, der Beginn eines Tiefenrausches oder tatsächlich ein erster Gruß von Neptun höchstpersönlich – darüber ließ sich beim anschließenden Klönschnack in der Gastronomie herrlich spekulieren. Einig war man sich in einem: Ein besserer Einstieg in die neue Saison war kaum vorstellbar.


Nach knapp einer Stunde waren auch die letzten aus dem Wasser, und bei einem warmen oder kalten Getränk ließ man den Vormittag gemütlich ausklingen – bevor der Abend lockte. Um 18.00 Uhr öffnete das Kolpinghaus seine Türen, und der DUC kam zusammen – Taucherinnen und Taucher, aber auch Nichttauchende, kurz: alle Mitglieder. Insgesamt etwa 30 Mitglieder folgten der Einladung, die Nadine mit viel Organisationsgeschick auf die Beine gestellt hatte. Ein umfangreiches Buffet erwartete die Gäste, und auf der großen Leinwand flimmerten Fotos aus vergangenen Jahren – Bilder, die Erinnerungen weckten, alte Geschichten ans Licht brachten und so manches Schmunzeln in die Gesichter zauberten. Wer wollte, ließ den Abend bei einem Getränk Revue passieren, während Gespräche von Tisch zu Tisch wanderten.
Dann wurde es still im Saal – denn das Highlight des Abends stand bevor. Neptun höchstpersönlich betrat die Bühne und hielt eine Rede, die den Abend auf einen
Schlag veredelte. Er wünschte den Taucherinnen und Tauchern für die neue Saison alles Gute, erinnerte eindringlich an den rücksichtsvollen Umgang mit der
Unterwasserwelt und richtete lobende Worte an Patrick, der seinen TL-** erfolgreich bestanden hatte. Kaum hatte Neptun die Bühne verlassen, ergriff
Thomas J. im Namen des Stadtsportbundes Bochum das Wort – und machte den Abend noch ein Stück besonderer. Mit Ehrenurkunden in der Hand würdigte er zwei
Männer, die den DUC über Jahrzehnte geprägt haben: Siegfried und Jürgen Schade.

Jürgen Schade gehört seit 1983 dem Ausbilderteam an und engagierte sich 24 Jahre lang in verschiedenen Vorstandsfunktionen. Als Ausbildungsleiter trieb er stets an, dass die Mitglieder über den Basis-Tauchschein hinauswachsen – mit regelmäßigen Sonderkursen für DTSA** und DTSA*** sowie der Ausbildung neuer Übungsleiter und Tauchlehrer. Heute ist er in der Anfängerschwimmausbildung und als Teil des Jugend-Trainerteams aktiv – ein Mann, der nie aufgehört hat, zu geben. Siegfried Schade steht ebenfalls seit 1983 im Ausbilderteam und führte den Verein von 1991 bis 2009 als Vorsitzender durch 18 bewegte Jahre. Unter seiner Leitung wuchs der DUC auf über 200 Mitglieder – mehr als die Hälfte davon Jugendliche. Als Fachschaftsleiter „Tauchsport” beim Stadtsportbund Bochum vertrat er zusätzlich die Interessen von sechs Bochumer Tauchvereinen und bot dem DUC jahrelang Lagerraum für die Vereinsausrüstung in seinem Unternehmen an.
Als der Abend langsam ausklang, die letzten Gespräche verebbten und man sich auf den Heimweg machte, war eines klar: Die Saison 2026 hatte einen würdigen Start gehabt. Der See hatte seine Kälte behalten – aber Neptun hatte seinen Segen gegeben. Und das zählt.
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